In den Oktoberferien reisten 21 Kinder aus Magdeburg, Dessau, Köthen, Zerbst und Umgebung an, um an dem dreitägigen  Wald Camp im Umweltzentrum Ronney teilzunehmen. Die begehrte Ferienfreizeit mit dem Schwerpunkt auf das Ökosystem Wald fand bisher zum dritten Mal statt. Das Camp zählt zu den abenteuerlichsten der im Umweltzentrum angebotenen Ferienfreizeiten im Jahr.

Vier Betreuer kümmerten sich um die NachwuchsjägerInnen und bestritten den abenteuerlichen Ablaufplan, der im Vorfeld ausgearbeitet wurde. Dabei ist es gar nicht so einfach, die verschiedenen Geschmäcker der unterschiedlichen Altersklassen zu treffen und daher ist auch etwas Geschick und Feinfühligkeit gefragt, damit am Ende der Freizeit alle zufrieden nach Hause fahren.  „Bei der Organisation von Ferienfreizeiten ist ein Ablaufplan natürlich unabdingbar, jedoch sind Spontanität und Flexibilität genauso unverzichtbar.“, so Marie Henke. Und so starteten die Kinder direkt nach ihrer Anreise mit dem Fahrrad in den Wald, um dort ein waldpädagogisches Projekt durchzuführen. Henke hatte dafür die Tierpräparate versteckt und einige Aktionen vorbereitet, denn Lernen durch Erleben steht im Fokus der Projekte in Ronney. Die Kinder machten sich mit der Lebensweise der Tiere und deren Vorbereitung für den Winter vertraut.  Am besten gefiel Carlos das Eichhörnchenspiel, bei dem jedes Kind in das Leben eines Eichhörnchens schlüpfte und lernte, wie schwer es doch ist, sich alle Verstecke des Wintervorrates zu merken. Besonders spannend war die Wanderung mit der Jägerin Sandra Steffen, die extra mit ihrem Hund und ihrem Helfer Jonas anreiste. Zusammen ging es auf die Pirsch, um die Spuren der Tiere zu identifizieren. Anne Lisso freute sich besonders und konnte die Fragen der Jägerin problemlos beantworten, da sie mit ihren zwei Tanten Anni und Katharina, die selbst Jägerinnen sind, oft im Revier unterwegs ist. Nachmittags konnten in der Kreativwerkstatt Igelhäuser und Memowände aus Baumscheiben gebaut sowie Tonanhänger hergestellt werden. Außerdem standen noch zwei Hilfsaktionen für den Wald auf dem Plan: Unrat aus dem Wald entfernen und Kastanien/Eicheln vom Weg aufsuchen, über die sich im Winter einige Waldbewohner dankbar hermachen. Perfekt für eine GPS Tour durch den Wald war die Sonne und die milden Temperaturen. Aufgeteilt nach den Zimmern ging es für die Füchse, Wildschweine und Eulen getrennt voneinander querwaldein, um geführt vom GPS Gerät Punkte zu finden, an denen Aufgaben gelöst werden wollten. Dafür benötigten die Teilnehmer das ganze Wissen der letzten Tage. Für eine besondere Überraschung sorgte der befreundete Verein die Walternienburger Burgschützen Milvus e.V. , als er mit einem Wolf, zig Bögen und Pfeilen in Ronney eintraf. Heiko Block und Jannis Wasserberg zeigten wie das Jagen früher ging, denn heutzutage ist die Jagd mit Pfeil und Bogen nicht mehr erlaubt. Traditionell beendeten Birgit Jacobsen und Marie Henke mit dem Abschlussschuss die Aktion und damit auch das „bisher schönste Wald Camp“, so Henke.

 

 

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